Freitag, 18. Januar 2008

Von Thet, Thuy, That und Thi Thua .....
seit Anfang Januar habe ich in der Uni einen zusätzlichen Kurs - Dienstag und Donnerstag morgen - an sich eigentlich ganz interessant. Was mich jedoch auch nach der vierten Vorlesung immer noch verwirrt bis verstört: die NAMEN!
Ein ungewöhnlich großer Teil der etwa 20-Mann Gruppe kommen aus Vietnam und Myanmar. Sehr einfallsreich scheinen sie nicht zu sein, was die Namensgebung angeht. In unserem Kurs reihen sich die Th... wie auf einer Hühnerstange aneinander; da gibt es Thet Thet oder Thi Thanh Thuy oder Thi Thua und so weiter ...... HILFE!!!!! Wie soll ich mir das nur merken.
Ich dachte ja schon die chinesischen Namen sind eine Herausforderung (das sind sie auch tatsächlich), aber DAS! Mittlerweile bin ich schon ganz gut darin, Gespräche zu führen ohne auch nur ansatzweise in die Versuchung zu kommen, die jeweiligen Namen zu erwähnen .... Wäre ja auch mal eine Gehirnjogging-Maßnahme - ist doch gerade en vogue ..... und auf asiatisch dann eben: Gehirnjogging = Namen lernen. Gehirnjogging hin oder her: Namenlernen wird mein guter Vorsatz fürs neue Jahr!

Mittwoch, 16. Januar 2008

Fahrstuhlbegegnungen ....
über 17 Etagen Fahrstuhlfahrt jeden Tag mehrere Male ergibt es sich das ein oder andere Mal, dass rechte, linke und untere Nachbarn ein- und aussteigen.
So langsam erkennt man sich auch wieder, sieht sich regelmäßig zur gleichen Tageszeit, wünscht sich einen guten Arbeitstag und eine gute Nacht. Ob es der äußerst gesprächige Chinese aus dem 15. Stock, das quirlige Mädchen mit dem harten britischen Akzent, die Putzfrau (die kein Wort Englisch versteht), der vornehme Herr aus dem 12. Stock oder die lachende Oma (die von der allmorgendlichen Tai Chi Stunde kommt) ist ..... Sind wir im Alltag angekommen?
Übrigens, nicht zu erwarten, aber wahr: Der Geruch von herzhaftem Hühnchen mit Reis oder Nudelsuppe zum Frühstück stört mich inzwischen auch nicht mehr!

Montag, 14. Januar 2008

Montag morgen ....
Chris und ich sitzen in unserem "Technology" Kurs. Thema heute ist die Filmindustrie in Asien .... Erkenntnis: DVD-Piraterie ist das MONSTER!
Neben mir liest Jocelyn "Too much sugar-fee gum linked to bowel problems" (Zu viel zuckerfreie Kaugummis führen zu Darmproblemen), J.B. recherchiert die Entwicklung von U.S. Aktienkursen, Chris genießt sein Frühstück, vor mir chattet eine Chinesin ununterbrochen im msn. Es ist faszinierend zu sehen, dass Chinesen Laufschrift auf der Tastatur eingeben und chinesische Zeichen auf dem Computer erscheinen .....

Freitag, 11. Januar 2008

Fast wieder Alltag ....
und so schnell ist alles wieder vorbei. Projektberichte, Case Studies, Gruppenarbeiten, tonnenweise Artikel - all das lässt innerhalb kürzester Zeit vergessen, dass ich erst seit 5 Tagen wieder zurück in Singapore bin. Mann, mann - aber wenigstens können wir schon die nächste Reise planen: Chinese New Year steht vor der Tür - und das heißt: Feiertage!!!! Aber ganz nach dem Sprichwort "Erst die Arbeit, dann das Vergnügen" stehen nächste Woche erst mal Präsentationen und Abgabetermine an .....
Morgen abend geht es jedoch erst mal ins Kino und Shoppen ..... wie habe ich das vermisst in den letzten vier Wochen ;))

Montag, 7. Januar 2008

Willkommen zurück im aktiven Bloggen! Seit gestern bin ich nun wieder im Singaporer Alltag angekommen, aber an dieser Stelle zwei gaaaaanz kurze Reiseberichte, oder besser gesagt, ein paar Ansichten und Einsichten, die ich gern mit euch teilen möchte ;) Fotos wie immer in der rechten Spalte (Laos und Kambodscha immer mal im Wechsel).

Laos: Lebensader Fluss ....
In Laos hat es mich mehr oder weniger entlang des Mekong und seinen Zuflüssen im Norden getrieben, besser gesagt, ich habe mich treiben lassen, von Dorf zu Dorf und Berg zu Berg. Zeit ist sowieso unwichtig, und ganz nach dem Motto "Der Weg ist das Ziel" habe ich mich auch nicht von 2 Stunden sinnlosem Warten auf Busabfahrten stören lassen! Eins kann ich sagen: öffentliche Verkehrsmittel (inkl. Boote) benutzen ist ein Riesenabenteuer und dazu noch ein Heidenspaß. Und Überraschungen birgt es auch immer wieder - man weiß nie, was für ein Gefährt angeblich und hoffentlich die nächsten 200 km weiterbringen soll und ob das in 5 oder 9 Stunden sein wird! Am Ende bin ich überall angekommen, wo ich hinwollte. Eine äußerst wackelige Mekong-Fährüberfahrt (bei der ich fast ertrunken wäre), biertrinkende Busfahrer, metertiefe Schlaglöcher und Reifenpannen habe ich ebenfalls überlebt. Mich kann jetzt also nichts mehr schocken! Trekking in den Bergdörfern im Norden von Laos und eine 2-Tages-Tour mit den Mahouts und ihren Elefanten in Luang Prabang (mein Weihnachtsgeschenk an mich selbst) waren definitv meine Highlights!

Kambodscha: Tausend Gesichter eines Landes ....
Unschuld und Friedlichkeit wurden ersetzt durch krasse Gegensätze und eine grausame, aber lebendige Geschichte.
Da gab es
  • Tin, der in Ratanakiri uns unbedingt Trekking-Touren verkaufen will
  • den selbstgefälligen Mitt-Vierziger, der ohne zu Zögern sein Geschäft auf dem Grundstücken eines Unbekannten erledigt
  • den Motorrad-Fahrer aus Phnom Penh, der nicht früh genug um die Gunst potentieller Kunden buhlen konnte
  • Nuon, der mir von seinem Vater erzählt, der von den Khmer Rouge festgehalten und ermordet wurde
  • die reiche Jugend aus Phnom Penh, die in Sihanoukville (am Golf von Thailand) Silvester feiert
  • den Opa, der super stolz darauf ist, sein Französisch zu präsentieren und aus Sorge, dass ich keinen Schlafplatz finden würde mir sein Wohnzimmer anbietet
  • den Vater, der sich so liebevoll um seine kleine Tochter kümmert, die aus Angst vor den vielen "großen Weißen" auf dem Boot von Battambang nach Siem Reap gar nicht aufhört zu weinen
  • den Bootsjungen, der sich mit den Bootsfahrten die monatlichen 20$ für die englische Schule verdient
  • Vannak, der mit Inbrunst von der Geschichte der Khmer-Küche erzählt
  • der Busfahrer, der wie ein Wahnsinniger und ohne Rücksicht auf Verluste rast, überholt und hupt
  • Narath, den English-Lehrer, der so leidenschaftlich um eine Stunde mit seinen Schülern bittet
Vor allem die Menschen machen Kambodscha ein Land zum Lieben Lernen! ..... Angkor Wat ist natürlich auch beeindruckend ;)