Montag, 28. Januar 2008

Wir beglückwünschen uns selbst ...
Hochgestuft! Jawohl, die NTU ist im MBA-Ranking der Financial Times um 21 Plätze nach oben geschlittert. Wir sind auf Platz 46! Man stelle sich das vor. Wir sind unter den ersten 50. Unglaublich! Beglückwünschen wir uns doch mal selbst zu diesem unbeschreiblichen Erfolg. Heute war auch ganz spontan das Fernsehen da und wir waren ganz spontan ganz aufmerksam und haben noch spontaner Fragen mit Bullshit-Bingo Antworten bedient ;))
Ja, so ist das, wenn man im Ranking nach oben will. Und die Jungs freuen sich schon aufs Freibier .....

Freitag, 25. Januar 2008

Wieder eine Erleuchtung .....
endlich habe ich gestern erfahren, dass das chinesische Pendant zu "Wie geht's dir?" in etwa so heißt: "Haben Sie schon gegessen?"
Das ist insofern eine Erleuchtung, als dass wir uns schon desöfteren darüber beeumelt haben, dass wir andauernd nach unserem Essen gefragt werden. Zunächst war ich der Meinung, die Nachbarn und Sicherheitsleute wollen einfach nur freundlich sein. Aber als ich dann zum zehnten Mal hintereinander vom gleichen Sicherheitsbeamten beim Bahnenshcwimmen nach meinem Mittag gefragt wurde, war es dann doch nervig. Wollte er mich jetzt zum Essen einladen oder nicht ;)
Und nun ist ja alles klar: Er wollte tatsächlich nur freundlich sein, und ob ich meine "Pilzcremesuppe" (alle Asiaten denkenübrigens, dass sich Europäer nur von Pilzcremesuppe ernähren) schon gegessen habe, interessierte ihn nicht wirklich. Beruhigend!
Aber warum fragen die Chinesen nach dem Essen, wenn sie doch eigentlich nur wissen wollen, ob es einem gut gehe - glasklar! - ausreichend Essen war in China lange Zeit ein Luxus und ist es in den ländlichen Regionen auch heute noch.

Mittwoch, 23. Januar 2008

Kaltes Wasser und Sonnenlichtstunden ....
Bisher haben wir in unserer Wohnung jedoch noch relativ viel Glück gehabt. Außer lockere Isoliergummis an den Fenstern und einem kaputten Wasserboiler ist noch alles intakt. Nur eines stört uns doch: unsere Waschmaschine wäscht nur mit kaltem Wasser. Auch im Warm- und Heißmodus bleibt das Wasser kalt. Was im Umkehrschluss aber leider auch bedeutet, dass besonders helle Sachen eher nicht sauber werden, zumindest nicht beim ersten und zweiten Waschgang ;) Wir haben ja inzwischen schon desöfteren Erfahrungen mit der etwas anderen Auffassung von handwerklicher Genauigkeit gemacht. Ich erinnere mich nur an heraushängende Stromleitungen, massivste Risse in den Wänden und offene Steckdosen. Aber wir dachten, fragen lohnt sich ja wenigstens.

Nicht schlecht haben wir dann aber doch geguckt, als uns das Waschmaschinenproblem so erklärt wurde:
Unsere Anfrage nach heißem Wasser ist erst einmal auf völligstes Unverständnis gestoßen (!!). Es gebe doch hier in Singapore sooooo viele Sonnenscheinstunden!
Was bitte soll das denn für eine Erklärung sein? Meiner Meinung gibt es zwischen heißem Wasser und Sonnenlicht keinen kausalen Zusammenhang. Ich meine, es mag ja wunderbar sein, dass die Wäsche schneller trocknet in den vielen Sonnenstunden .... sauberer wird sie davon allerdings kein Stückchen.

Montag, 21. Januar 2008

Von deutscher Lehrkultur und uneffektiver Gruppenarbeit ...
nun mal zur Abswechslung mal wieder zum Unileben. Soll ja um Gottes willen nicht so erscheinen, als wenn wir uns hier nur amüsieren ;) Der gestrige Tag hat mir mal wieder gezeigt, wie europäisches und asiatisches Verständnis von Lehren und Lernen aufeinander prallen können.
Hier ein paar Begegnungen:
Jeden Morgen lese ich meine E-Mails und lade die Tagesthemen als Podcast herunter. So auch gestern. Und was finde ich dort? Nichts! Genau das ist das Problem. In Buchführung mussten wir ein Assignment einreichen und ich hatte bereits die halbe Nacht auf Feedback gewartet. Nichts! 7:52 - Endlich, es meldet sich doch noch jemand! Aber: Meisterleistung! Maiko (JAP) schickt als finales Feedback eine revidierte Version der grundlegendsten Basisdaten, auf denen der gesamte Report basierte. An sich ja nicht tragisch. Ich frage mich nur mal wieder: Wieso Tage nachdem wir genau diese Daten diskutiert und finalisiert hatten? Wieso nachdem ich den gesamten Sonntag daran gesessen habe, Fehler auszubaden und den Report mehr oder weniger komplett neu zu schreiben.

8:35 - Chris und ich machen uns auf den Weg zur Uni. Auf dem Plan steht Technology & e-business und es sind Artikeldiskussionen angesagt. Also nutzen wir die paar Minuten, um die Argmuentationen der Artikel auszutauschen. 
Zwei der ersten drei gefragten Asiaten haben die Texte nicht gelesen ....... und bekommen dafür 
erst einmal einen öffentlichen Rüffel vom deutschen Prof: Große Augen, rote Wangen - die beiden 
würden am liebsten im Boden versinken und sagen kein Wort mehr in den nächsten 3 Stunden. 
Das war wohl ein Fettnapf!

Nach der morgendlichen Vorlesung wurde also noch ein kurzfristiges Gruppenzusammenkunft einberufen. Warum kommt Maiko zur Abwechslung mal 2 Stunden zu spät? Wir diskutieren 3 (!!!!!) Stunden über kleinkarierte und irrelevante Rechnungen und Herleitungen, um am Ende festzustellen, dass die vorher finalisierten Daten korrekt sind.

KEIN Kommentar!

Sonntag, 20. Januar 2008

Wir bitten zum Tee .....
heute ist Sonntag, und es steht mal wieder Asien Erleben auf dem Plan. Naja, eigentlich eher spontan, dass Ben und ich uns heute dafür entschieden haben, sein Weihnachtsgeschenk einzulösen und in ein authentisches chinesisches Teehaus zu gehen. Und ein toller Nebeneffekt: Ablenkung vom Fallstudien bearbeiten und Gruppendiskussionen vorbereiten!
Endlich sollte sich nun heute das Geheimnis lüften, warum hier überall Teetässchen in Größe eines Fingerhutes verkauft werden ......
Eine supergenaue Beschreibung des Ganzen findet ihr auf Ben's Blog (siehe Links) und hier noch einmal für alle die es eilig haben (obwohl es beim Teetrinken auf Chinesisch keine Eile gibt):
Tee aussuchen (war schon die erste Herausforderung) - Wasser erhitzen - den ersten Teetopf 1/3 mit Tee füllen - mit 90 Grad heißem Wasser aufgießen - ausschütten - nochmals aufgießen - 30 Sekunden ziehen lassen - in eine weitere Teekanne füllen - von dort in die "Riechtassen" füllen - riechen - in die Trinktassen füllen - nochmals an der erkaltenden Riechtasse riechen - die Trinktasse in 3 Finger nehmen - in genau 3 Schlucken genießen - absetzen ...... und nächsten Aufguss vorbereiten. Das war schon alles. Und, jeden einzelnen Schritt genau gemerkt?! Ach ja, das soeben Beschriebene beinhaltet natürlich teesortenspezifische Variablen ;)

Und wem das an Informationen immer noch nicht reicht: http://www.tea-chapter.com.sg

Und schließlich, das Ganze auch noch in Bildern ..... siehe rechte Seitenleiste!
Bis demnächst.