Bin wieder da ...
zurück auf dem Campus in meinem kleinen Dormzimmer. Um mich herum riesiges Kulturfestival. Faszinierend, wie sich die Perspektive nach über einer Woche Abwesenheit verändern kann: Ahmedabad ist ja soooo ruhig, stressfrei, sauber ... und WARM (zumindest verglichen mit Delhi, Punjab und Himachal Pradesh).
Juhu, es gibt ja so viel zu erzählen. Hier ein ganz kurzer Abriss, mehr ab morgen:
Die letzten zwei Wochen haben mich von der blauen Stadt Jodhpur in die Wüste Rajasthans auf ein Kamel getrieben. Von dort gings dann zielstrebig ins Zentrum der Sikh, Amritsar in Punjab und an die verrückte Pakistan-Indien Grenze. Und weiter nördlich mit dem Kangra-Tal-Spielzeugzug (haargenaue Übersetzung) ging es in die indisch himalayischen Berge nach Dharamsala, wo der Dalai Lama und mit ihm die größte tibetische Gemeinde außerhalb Tibets im Exil haust. Eine lange, für den Magen doch sehr anspruchsvolle, Nachtbusfahrt zurück nach Delhi und ein Tag in der Hauptstadt (heute ist übrigens der Todestag Mahatma Gandhis) .... und schwupps bin ick wieder hie!
Samstag, 31. Januar 2009
Montag, 19. Januar 2009
Roadtrip um Ahmedabad ...
Sonntag ist unser einziger gemeinsamer freier Tag. Außerdem ist inzwischen die erste Hälfte des Trimesters schon vorbei und wir haben alle eine Woche frei. Ok, ich ein bisschen mehr, weil meine Blockkurse erst später wieder anfangen ;)
Was stellt man also mit einem freien Tag an? Wegfahren! Klare Sache, zumindest für uns Austauschschüler .... nicht unbedingt so klar für unsere indischen Mitstudenten. Was solls. Van gebucht und los gings. Der Plan war voll und der Tag hat nur 24 Stunden.
Zunächst ging es in einem Affentempo nach Gandhinagar zum Akshardam Tempel. Mit einer supermodernen, multimedialen und riesigen Ausstellung über Swaminarayan (ein Ast des Hinduismus) und indische Kultur haben wir dort fast den ganzen Vormittag zugebracht.
Unseren Fahrer mussten wir wecken, um weiter zu düsen nach Modhera, zum Sonnentempel der Göttin Surya. Überladene Erntekarren, von Kamelen gezogen, und bunt bemalte Trucks, die auch sicherheitshalber "Goods Carrier" vorn drauf stehen haben machten die Fahrt auf der schmalen Landstraße (die angeblich ein National Highway sein soll) spannend.
Da wir abends zum groß angekündigten Tanz Festival wiederkommen wollten, ging es auch schon schnell weiter ins kleine Patan. Nach Diskussion um den wieder einmal 150fachen Eintrittspreis für Aliens, waren wir dann doch total überrascht von dem riesigen Baoli und den 10.000 Euro teuren Saris, die mit traditionellem Gujarati Mustern handgefertigt werden. Die Herstellung eines einzigen Saris dauert um die 3 Monate!!!!! Krasse Sache. Fast pünktlich (= indisch überpünktlich) waren wir dann auch zum Festival zurück in Modhera. Der angestrahlte Sonnentempel und die Bühnen waren beeindruckend.


Sonntag ist unser einziger gemeinsamer freier Tag. Außerdem ist inzwischen die erste Hälfte des Trimesters schon vorbei und wir haben alle eine Woche frei. Ok, ich ein bisschen mehr, weil meine Blockkurse erst später wieder anfangen ;)
Was stellt man also mit einem freien Tag an? Wegfahren! Klare Sache, zumindest für uns Austauschschüler .... nicht unbedingt so klar für unsere indischen Mitstudenten. Was solls. Van gebucht und los gings. Der Plan war voll und der Tag hat nur 24 Stunden.
Zunächst ging es in einem Affentempo nach Gandhinagar zum Akshardam Tempel. Mit einer supermodernen, multimedialen und riesigen Ausstellung über Swaminarayan (ein Ast des Hinduismus) und indische Kultur haben wir dort fast den ganzen Vormittag zugebracht.
Unseren Fahrer mussten wir wecken, um weiter zu düsen nach Modhera, zum Sonnentempel der Göttin Surya. Überladene Erntekarren, von Kamelen gezogen, und bunt bemalte Trucks, die auch sicherheitshalber "Goods Carrier" vorn drauf stehen haben machten die Fahrt auf der schmalen Landstraße (die angeblich ein National Highway sein soll) spannend.
Da wir abends zum groß angekündigten Tanz Festival wiederkommen wollten, ging es auch schon schnell weiter ins kleine Patan. Nach Diskussion um den wieder einmal 150fachen Eintrittspreis für Aliens, waren wir dann doch total überrascht von dem riesigen Baoli und den 10.000 Euro teuren Saris, die mit traditionellem Gujarati Mustern handgefertigt werden. Die Herstellung eines einzigen Saris dauert um die 3 Monate!!!!! Krasse Sache. Fast pünktlich (= indisch überpünktlich) waren wir dann auch zum Festival zurück in Modhera. Der angestrahlte Sonnentempel und die Bühnen waren beeindruckend.


Samstag, 17. Januar 2009
Nachtrag: Von den Drachenläufern ...
noch ein kurzer Nachtrag vom Drachenfestival. Am Mittwoch war der wichtigste Tag. Und genau wie in Hosseinis Buch vom Kiterunner geht es einzig und allein darum, mit seinem eigenen Drachen so viele andere (feindliche) Drachen wie möglich in die Knie zu zwingen - also die Drachenlenkseile durchzuschneiden. Da diese ja mit Glasfasern bestückt sind, ist die Technik also ganz einfach: Schwung, Kurve, Ratsch, Durch ..... du solltest dabei am Besten oben bleiben .... sonst verloren!
Gelenkt werden die Drachen von den endlos vielen Dachterassen und nebenbei findet den ganzen Tag eine Familienparty mit Hindi-Pop Charts und nem ganzen Haufen Essen statt. Wir waren bei Prateeks Familie eingeladen - einem Freund vom IIMA. Sorry für eure Eiseskälte in Deutschland, aber hier war eine Bullenhitze, sodass wir improvisieren mussten, um nicht Sonnenstiche davon zu tragen:


noch ein kurzer Nachtrag vom Drachenfestival. Am Mittwoch war der wichtigste Tag. Und genau wie in Hosseinis Buch vom Kiterunner geht es einzig und allein darum, mit seinem eigenen Drachen so viele andere (feindliche) Drachen wie möglich in die Knie zu zwingen - also die Drachenlenkseile durchzuschneiden. Da diese ja mit Glasfasern bestückt sind, ist die Technik also ganz einfach: Schwung, Kurve, Ratsch, Durch ..... du solltest dabei am Besten oben bleiben .... sonst verloren!
Gelenkt werden die Drachen von den endlos vielen Dachterassen und nebenbei findet den ganzen Tag eine Familienparty mit Hindi-Pop Charts und nem ganzen Haufen Essen statt. Wir waren bei Prateeks Familie eingeladen - einem Freund vom IIMA. Sorry für eure Eiseskälte in Deutschland, aber hier war eine Bullenhitze, sodass wir improvisieren mussten, um nicht Sonnenstiche davon zu tragen:


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